Teilprojekt 3

Lehrzertifikat

Vermitteln, motivieren, prüfen, individuell beraten: Lehrende an Musikhochschulen erfüllen zahlreiche Rollen und stehen vielfältigen Aufgaben gegenüber. Das Netzwerk 4.0 bot deshalb während des Projektzeitraums musikspezifische Fortbildungen speziell für Lehrende an Musikhochschulen an. Das Ziel war, Lehrende zu unterstützen und Impulse zu setzen, um Studierende auf neuen Wegen zu begleiten.

Das Netzwerk 4.0 bot während des Projektzeitraums allen Lehrenden an Netzwerk-Hochschulen verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten. Ziel war es, Lehrenden neue Impulse für die Hochschullehre zu vermitteln, ihre Möglichkeiten in der Gestaltung von Lehre, Prüfungen und der Begleitung von Studierenden zu erweitern sowie ihren Unterricht bewusst zu reflektieren.

Das Fortbildungsangebot gliederte sich in vier Themenbereiche: „Lehren und Lernen“, „Prüfen“, „Beraten und Begleiten“ sowie „Reflexion und Feedback“. Als Querschnittsthemen ergänzten „Digitalisierung“ und „Diversitätssensible Lehre“ das inhaltliche Spektrum. Die Formate reichten von kurzen Online-Vorträgen bis hin zu mehrtägigen Vor-Ort-Workshops.

Weitere Infos

Hier geht es zum vergangenen Programm.

Hier geht es zu den FAQs.

Alle Informationen finden Sie außerdem hier kompakt zum Download.

Das ausführliche Konzept zum Lehrzertifikat finden Sie hier.

Eine Teilnahme war auf dreierlei Art möglich:

Die Teilnahme im offenen Fortbildungsbereich war für alle interessierten Lehrenden an Musikhochschulen des Netzwerks 4.0 möglich. Dabei konnten einzelne oder mehrere Veranstaltungen – unabhängig von den Themenfeldern – nach individuellem Interesse besucht werden.

Wenn Lehrende Veranstaltungen aus dem offenen Fortbildungsbereich im Umfang von mindestens 60 Arbeitseinheiten (1 AE = 45 Minuten) besucht hatten, erhielten sie das Basiszertifikat. Dabei musste mindestens eine Veranstaltung aus jedem Themenfeld („Lehren und Lernen“, „Prüfen“, „Beraten und Begleiten“, „Reflexion und Feedback“) besucht werden.

 

Für zwei Lehrende jeder Musikhochschule im Netzwerk 4.0 bestand die Möglichkeit, das Lehrzertifikat „Die Kunst der Lehre 4.0“ zu erlangen. Dafür mussten sowohl das Basiszertifikat (60 AE) als auch die Intensivphase (140 AE) absolviert werden. Die Intensivphase erstreckte sich über ca. ein Jahr und wurde in einer festen Teilnehmendengruppe durchgeführt. Während der Intensivphase arbeiteten die Teilnehmenden an ihrem eigenen Lehrprojekt und reflektierten im Austausch mit anderen Lehrenden in Form von kollegialen Beratungen und Hospitationen ihre eigene Lehre.

Um die Intensivphase zu besuchen, gab es keine inhaltliche Voraussetzung. Das Basiszertifikat und die Intensivphase konnten parallel absolviert werden. Der Gesamtumfang des Lehrzertifikats „Die Kunst der Lehre 4.0“ entsprach 200 Arbeitseinheiten (1 AE = 45 Minuten). Die Anmeldung erfolgte über die Hochschulleitung des eigenen Hauses an das Team 4.0. Die Intensivphase lief von März 2023 bis März 2024.

Fragen?

Das folgende FAQ diente Interessenten zur Information über das Fortbildungsangebot im Netzwerk 4.0.

 

Die Angebote im offenen Fortbildungsbereich sowie das Basiszertifikat standen allen Lehrenden an deutschen Musikhochschulen offen. Die Teilnahme von Lehrenden außerhalb des Netzwerks war nach Absprache möglich. Die Plätze für die Intensivphase des Zertifikats „Die Kunst der Lehre 4.0“ waren auf zwei Teilnehmende pro Netzwerkhochschule begrenzt. Die Platzvergabe erfolgte hausintern.
Für alle Angebote im offenen Fortbildungsbereich war die Anmeldung über den entsprechenden Link bei der jeweiligen Veranstaltung möglich. Die Anmeldung oder Interessensbekundung für die Intensivphase erfolgte über die eigene Hochschulleitung.
Alle Veranstaltungen waren während der Förderphase bis zum Ende des Jahres 2025 kostenfrei. Eventuell entstehende Reisekosten für Vor-Ort-Workshops konnten leider nicht vom zentralen Netzwerk-Team übernommen werden. 

Das Angebot stand allen Lehrenden – und somit auch Lehrbeauftragten – offen.

Wir boten Workshops aus den vier Themenfeldern „Lehren und Lernen“, „Prüfen“, „Beraten und Begleiten“ und „Reflexion und Feedback“.

 

Hochschuldidaktische Veranstaltungen von anderen Anbietern konnten für das Basiszertifikat anerkannt werden, sofern sie nicht länger als sechs Jahre zurückliegen. Gern führten wir eine Einzelfallprüfung durch. 
Beachten Sie bitte: Insgesamt mussten mehr als die Hälfte der Arbeitseinheiten für das Basiszertifikat im Netzwerk 4.0 der Musikhochschulen erworben worden sein.

 

Das Zertifikat „Die Kunst der Lehre 4.0“ legte seinen Schwerpunkt auf das Themenfeld „Reflexion und Feedback“. Damit einher ging eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Lehrende:r und die Ausarbeitung eines eigenen Lehrprojekts.

 

Sie weisen durch den Erwerb eines Zertifikats eine in allen Teildisziplinen der Musikhochschuldidaktik erworbene Ausbildung nach. Das Zertifikat wird von allen Musikhochschulen des Netzwerks 4.0 anerkannt. Zentral sind die eigene didaktische Professionalisierung und der Austausch sowie die Vernetzung mit anderen Lehrenden an Musikhochschulen.

 

Die Intensivphase erstreckte sich über die Dauer von einem Jahr. Sie startete mit einem dreitägigen Startworkshop. Die Zeit bis zum Abschlussworkshop nach Ablauf des Jahres war dem eigenen Lehrprojekt, kollegialer Beratung und Hospitation gewidmet.

Erst einmal keine, d. h. die Teilnahme an Veranstaltungen aus dem offenen Fortbildungsbereich sind keine Voraussetzung, aber sicherlich auch kein Schaden.

 

Den Zugangslink erhielten Sie per Mail nach Abschluss der Bestellung über das Buchungsportal. Im Betreff ist in jedem Fall die Formulierung Ihre Bestellung enthalten. Mit diesem Schlagwort konnten Sie die Nachricht im Posteingang suchen.

 

Teilnehmende wurden bei der Anmeldung zu einem Workshop gefragt, ob Sie eine Teilnahmebescheinigung benötigen. Im Anschluss an den besuchten Workshop bekamen sie diese dann automatisch. 

Beispiele für Lehrprojekte sind (digitales) Team-Teaching, Projekte zur digitalen Anreicherung der eigenen Lehre etc. Informationen und Ideenfindung erfolgten während des Startworkshops der Intensivphase.

Wie kam es zum Lehrzertifikat?

Die 18 deutschen Musikhochschulen, die sich im „Netzwerk 4.0 der Musikhochschulen“ zusammengeschlossen hatten, wollten Lehrenden der Mitgliedshochschulen die Möglichkeit zur zielgerichteten Weiterqualifizierung im Bereich von (Musik-)Hochschuldidaktik geben. Dafür wurde gemeinsam das oben beschriebene Lehrzertifikatsprogramm konzipiert.

Ziel des Lehrzertifikats war es, die Qualität der Lehre an Musikhochschulen zu sichern und zu fördern. Im Gegensatz zu allgemeinen Fortbildungsangeboten und hochschuldidaktischen Zertifikaten, wie sie in vielen Bundesländern an hochschuldidaktischen Zentren angeboten werden, lag dabei ein besonderes Augenmerk auf musikhochschulspezifischen Angeboten.

Mitarbeiter:innen von zehn Netzwerk-Hochschulen brachten von Januar bis Oktober 2022 in diversen Teilprojekt-Meetings Ihre Erfahrungen ein, um das Konzept für die Bedarfe der Lehrenden an Musikhochschulen „maßzuschneidern“. Gerade in Anbetracht der Besonderheit des künstlerischen Einzelunterrichts und der Berufung von Professor:innen, die nicht genuin eine Karriere als Hochschullehrer:innen angestrebt haben, war eine höhere Akzeptanz gegenüber einem spezifisch auf die Zielgruppe ausgerichteten Angebot zu erwarten.

Im Kontext des Gesamtprojekts „Netzwerk 4.0“ bot das Lehrzertifikatskonzept den Rahmen, um alle Fortbildungen, die innerhalb der verschiedenen Teilprojekte entstanden, zu bündeln und für die Zielgruppe der Lehrenden zugänglich zu machen. Auf diese Weise konnten Synergien zwischen den Teilprojekten genutzt und aktuelle Themen in das Fortbildungsangebot einbezogen werden.

Ergebnisse

Hier finden Sie die Ergebnisse und Materialien, die im Rahmen des TP 3 erstellt wurden. 

Lehrzertifikat

Beschrieben werden Hintergründe, Strukturen, Inhalte und organisatorische Aspekte des Fortbildungsangebots (von offenem Fortbildungsbereich über das Basiszertifikat bis hin zur Intensivphase).
Fortbildungstermine
Das Dokument bietet Informationen zu allen Veranstaltungen im freien Fortbildungsbereich, die vom Netzwerk 4.0 der Musikhochschulen angeboten wurden in chronologischer Reihenfolge.
Netzwerk-Lunch-Termine

Das Dokument bietet Informationen zu allen Netzwerk-Lunch-Veranstaltungen, die vom Netzwerk 4.0 der Musikhochschulen angeboten wurden in chronologischer Reihenfolge.

Lehrprojekte 1

Teilnehmende des Lehrzertifikats haben eigene Projekte aus der Lehrpraxis heraus dokumentiert. Hier teilen Lehrende ihre Erfahrungen mit Bewertungskriterien, vokaler Improvisation und Vom-Blatt-Singen.

Lehrprojekte 2

Teilnehmende des Lehrzertifikats haben eigene Projekte aus der Lehrpraxis heraus dokumentiert. Hier teilt ein Lehrender aus der Historischen Musikwissenschaft seine Erfahrungen mit einem neuen Seminarangebot.

Lehrprojekte 3

Teilnehmende des Lehrzertifikats haben eigene Projekte aus der Lehrpraxis heraus dokumentiert. Hier teilen Lehrende aus der Elementaren Musikpädagogik ihre Erfahrungen mit Portfolioarbeit und Relativer Solmisation.

Lehrprojekte 4

Teilnehmende des Lehrzertifikats haben eigene Projekte aus der Lehrpraxis heraus dokumentiert. Hier teilt ein Lehrender seine Erfahrungen mit einer App im Lehrbereich „Orchesterstudien Schlagzeug“.

Fortbildung für Lehrende

Fortbildungen bieten die Chance, Lehre weiterzuentwickeln sowie als Lehrperson beruflich zu wachsen und neue Perspektiven zu gewinnen. Das Video zeigt Potenziale von Fortbildungen auf und regt zur Teilnahme an.

Selbstlernkurs

The course will deal with problems and possible solutions when designing online courses and will present methods to transfer information, create interaction, etc.


Selbstlernkurs für Lehrende, in Englisch

So funktioniert es: scorm-Dateien downloaden und in das LMS der eigenen Hochschule einbinden.

Beteiligte Musikhochschulen