Kompetenzfeld Lehr- und Personalentwicklung

Die Mitarbeiter im Kompetenzfeld Lehr- und Personalentwicklung nehmen Lehr- und Lernprozesse an Musikhochschulen in den Fokus. Zentrale Fragen sind z.B.: „Was benötigen Lehrende, um Unterricht optimal gestalten zu können?“, „Wie bereitet man Studierende auf unsichere Karrierewege vor?“, „Wie lassen sich individuelle Lernbiographien unterstützen?“ Die Maßnahmen im Kompetenzfeld Lehr- und Personalentwicklung fokussieren sich auf drei Bereiche:

  1. Angebote für einzelne Lehrpersonen auf individueller Ebene zur Weiterentwicklung des eigenen Lehrverhaltens und/oder der Konzeption ihrer jeweiligen Lehrangebote,

  2. Vermittlung von Kompetenzen zur Gestaltung und Weiterentwicklung von Studienprogrammen aus Lehrendensicht, insbesondere unter dem Eindruck von Bologna und veränderten Ausbildungszielen (Diversität, Heterogenität sowie Karriereperspektiven im Wandel, auch: Stärkung von karrierevorbereitenden Elementen des Studiums),

  3. Unterstützung bei der Weiterentwicklung von studienbegleitenden Leistungen u. a. im Bereich der Studienberatung, der Aufnahmeprüfung, des Career Service.

An den Musikhochschulen existieren bislang keine übergreifenden Vorerfahrungen mit hochschuldidaktischen Angeboten. Zudem weist die Musikhochschule insbesondere mit dem künstlerischen Einzel- Gruppen- und Ensembleunterricht Lernformen auf, die mit „klassischen“ hochschuldidaktischen Konzepten nicht erreicht werden können.
Angebote des Kompetenzfeld Lehr- und Personalentwicklung sind daher unter anderem auf die Gestaltung der persönlichen Beziehung im Unterricht (z. B. „An welchen Werten orientiere ich meinen Unterricht?“, „Wie treffe ich die Balance zwischen Fordern, Überforderung und Auffangen?“), auf den Umgang mit etwaigen Konflikten (z. B. „Was tun, wenn wir in einer Sackgasse sind?“) oder auf die gegenseitige Inspiration unter den Lehrenden gerichtet (z. B. kollegiale Supervision, Hospitation, Umgang mit schwierigen Unterrichtssituationen).
Als grundsätzliche Herangehensweise für die hochschuldidaktische Konzeptentwicklung kommt die Kommunikation mit Lehrenden und Studierenden zum Tragen. Dies insbesondere in Form einer netzwerkweiten interviewgestützten Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse, welche den Ausgangspunkt für die Konzeption und Bereitstellung lehrentwickelnder Workshop-Angebote bildet. Somit wird die Lehrentwicklung im Netzwerk der Musikhochschulen am individuellen Bedarf von Lehrenden ausgerichtet.